Altötting. Er ist Professor für Wirtschaftsinformatik und Nachhaltiges IT-Management an der Universität Bayreuth, ab 2020 übernimmt er eine Professur an der Universität von Luxemburg. Er zählt zu den „Jungen Wilden“, den forschungsstärksten Betriebswirten unter 40 Jahren im deutschen Sprachraum, forscht und arbeitet für so verschiedene Auftraggeber wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) oder das bayerische Zentrum für Batterietechnik. Er ist ein gefragter, geübter und unterhaltsamer Redner, im Hörsaal ebenso wie vor ausgewähltem Fachpublikum. Dennoch war der Vortragsabend am Montag etwas Besonderes für Gilbert Fridgen, das merkte jeder Zuhörer. Denn es war ein Heimkommen, eine Rückkehr zu den Wurzeln seiner Arbeit und seines Wirkens, die am König-Karlmann-Gymnasium liegen, wo der Enddreißiger 1999 Abitur gemacht hat.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Karlmann im Gespräch“ referierte er zum Thema „Über Herausforderungen unserer Zeit, die #Digitalisierung und die Stärken der nächsten Generation“. Es ging um Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, um Blockchains und Kryptowährung, um das Internet der Dinge und um die souveräne digitale Identität jedes einzelnen. Vor allem aber ging es Gilbert Fridgen darum, Mut zu machen – den Elftklässlern nämlich, für die der Vortragsabend Pflichtveranstaltung war. Der Ex-Karlmann gab seinen Zuhörern sieben Tipps mit auf den Weg: Nutzt Eure Stärken. Sucht die großen Herausforderungen Eurer Generation. Die Welt ist kompliziert – es gibt keine einfachen Antworten und Lösungen. Schließt nicht vom Einzelfall auf die Allgemeinheit. Gestaltet und redet nicht nur darüber. Sucht Euch Förderer. Und gebt mehr, als Ihr nehmt – „denn nur so funktioniert die Gesellschaft.“
Wenn dies berücksichtigt werde, stehe den jungen Leuten die Welt offen, zeigte sich Prof. Fridgen überzeugt. Diese seien „Digital Natives“, die mit dieser Technologie aufwüchsen und sie lebten. Dieses Potenzial in gesellschaftlichen Mehrwert umzuwandeln, sei der Auftrag dieser nächsten Generation. Digitale Bildung sei immens wichtig auf diesem Weg, denn die Digitalisierung sei der „technologische Treiber“ schlechthin. − ecs

Im Rahmen einer Lehrerfortbildung wird am Donnerstag, 21. November, Prof. Dr. Klaus Zierer einen Vortrag zum Thema „Wie können digitale Medien erfolgreich in Schule und Unterricht integriert werden?“ in der Aula des KKG sprechen. Der Referent ist Erziehungswissenschaftler und seit 2015 Ordinarius für Schulpädagogik an der Universität Augsburg. Der Vortragsabend beginnt um 19 Uhr und bietet auch Gelegenheit zur Diskussion, auch Lehrkräfte anderer Schulen und interessierte Bürger sind willkommen, teilt das KKG mit.