Engagiert in Schule und Heimatforschung

Josef Egginger mit Bundesverdienstmedaille geehrt – Als Gründer des KKG steinigen Weg gegangen

Altötting. Einen harten und steinigen Weg hatte er hinter sich gebracht, ehe “seine” Schule endlich vom Staat übernommen wurde. Denn der Landkreis hatte das König-Karlmann-Gymnasium gegen alle Widerstände, auch des Kultusministeriums, durchgesetzt. Akribisch erforscht er im Ruhestand die Ortsnamen seiner Heimat und hat darüber bereits umfangreiche, wissenschaftliche Dokumentationen herausgegeben: Josef Egginger. Für sein Wirken erhielt er nun die Bundesverdienstmedaille.

Im Landratsamt heftete sie ihm Landrat Erwin Schneider ans Revers seines schwarzen Anzugs. Es gebe sogar eine “Trageordnung” für die Medaille klärte MdB Tobias Zech auf und Landrat Schneider erklärte, dass der Orden nicht an einem Mantel oder einem T-Shirt getragen werden dürfe, sondern am linken Revers eines Anzugs. Worauf Egginger lächelnd einräumte, dass er sowieso keine T-Shirts trage.

Schneider ging auf die Verdienste Eggingers einerseits als Gründer des KKG und andererseits auf dem Gebiet der Ortsnamensforschung ein. Der Kreistag hatte die Gründung eines mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasiums mit neusprachlichem Zweig für Knaben und Mädchen 1970 mit 75 Schülern und neun Lehrkräften gegen die Widerstände des Kultusministeriums beschlossen, was einen Affront bedeutete. Mit der Übernahme durch den Freistaat erst 16 Jahre später seien harte Jahre für den Schulleiter und damaligen Landrat Seban Dönhuber sowie dessen Mitstreiter Gerold Tandler zu Ende gegangen. “Sehr leidvolle Jahre”, ergänzte Josef Egginger.

“Seban Dönhuber hat später einmal dankbar festgestellt, dass Josef Egginger für den Aufbau des Gymnasiums ein Glücksgriff gewesen sei”, so der heutige Landrat. “Denn Josef Egginger führte die Schule allen widrigen Umständen zum Trotz in ein ruhiges Fahrwasser und prägte die Bildungseinrichtung in entscheidender Weise”. Er würdigte die “außergewöhnliche Hingabe, die große Energie und das Quantum niederbayerischer Beharrlichkeit beim Aufbau des Gymnasiums zur größten weiterführenden Schule im Landkreis, wobei ihm seine Frau Gabriele stets zur Seite gestanden sei. Egginger habe nach dem Grundsatz Heraklits “Bildung ist nicht das Befüllen von Fässern, sondern das Entzünden von Flammen” gehandelt. Auch heute noch – nach über 20 Jahren Ruhestand – werde klar, wie hoch Josef Egginger bei Lehrern und Schülern im Kurs stehe, so Schneider weiter.

Auch nach seiner Pensionierung habe Egginger noch einmal die Bank der Ludwig-Maximilian-Universität gedrückt, um sein Wissen zu erweitern und um für die Ortsnamensforschung zu recherchieren. Sein 600 Seiten und 744 Artikel über Ortsnamen umfassendes Werk, das er Ende 2011 über seine Heimat, den Altlandkreis Griesbach, veröffentlichen konnte, lasse ermessen, wie viel Zeit, Arbeit und Herzblut darin stecken, so der Landrat. Die Verleihung des Kulturpreises auf dem Gebiet der Wissenschaft durch den Landkreis Passau zeige, so der Landrat, dass dieses Buch mehr als bemerkenswert sei. Inzwischen liege bereits das zweite Ortsnamensbuch über den Landkreis Pfarrkirchen zum Druck vor.

Josef Egginger dankte für die Ehrung und bat die Anwesenden, für ihn zu beten, damit er noch ein bis zwei Jahre mobil bleibe, um auch noch das dritte Werk über die Ortsnamen im Landkreis Altötting zu Ende bringen zu können. Immerhin stehe er jetzt im 87. Lebensjahr. “Das scheine auf ihn gemünzt zu sein, meinte Egginger und erzählte, dass er zunächst schon erschrocken sei, als er über die bevorstehende Auszeichnung informiert wurde. “Es kommt doch weniger auf die Verdienste an als darauf, dass sich jemand findet, der einen vorschlägt”, meinte er und erwähnte deshalb dankbar den Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Hans-Friedrich Zacher. Er selbst habe dann sein Leben nach der Bedeutung des Begriffes “sozial” durchforstet. Auf der Schiene “den Mitmenschen zugewandt und fördernd zu dienen”, habe er sich gefunden und könne sich nun “richtig” über die Auszeichnung freuen. − mv

ANA vom 11.12.2014

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