Luzias Projekt könnte Krebs lindern

Nanopartikel werden in Tumore gespritzt und durch die Strahlen eines Magnetfeldes erhitzt, dadurch sterben die Krebszellen ab. Eine Behandlungsmethode, die bereits erprobt wird, wie Luzia Kilwing mit leuchtenden Augen erzählt. Die 17-Jährige besucht derzeit die Klasse Q12 des König-Karlmann-Gymnasiums (KKG) in Altötting. Ihr Fachgebiet ist die Physikalische Biologie. Mit der Seminararbeit “Magnetofektion In Vitro/In Vivo − Gentransport mittels magnetischer Nanopartikel” forschte sie im Bereich der Gentherapie. Ihre Arbeit hat sie nun beim Wettbewerb “Jugend forscht” eingereicht.

Luzia KilwingDabei werden Nanopartikel quasi mit DNA verbunden, wodurch sie mittels eines Magnetfelds in der Blutbahn eines Organismus gesteuert werden können. Durch das “Nanotaxi” gelangen Medikamente gezielt zu kranken Zellen oder Organen. Damit können Krankheiten schneller diagnostiziert und behandelt werden.

Über einen Fernsehbeitrag ist Luzia auf das interessante Verfahren gestoßen. Am Klinikum rechts der Isar hat sie sich daraufhin für ein Praktikum beworben. “Ich war zwei Wochen lang am Institut für experimentale Onkologie”, sagt Luzia. Dort machte sie den experimentellen Teil ihrer Arbeit, ein Jahr Schreibarbeit und ihre Arbeit war fertig. Derzeit arbeitet sie nebenbei auf ein 1er-Abitur hin, danach möchte Luzia eventuell Nanotechnologie studieren. − sig

ANA vom 17.02.2012