Mehr Einser-Abiturienten und Wiederholer

“Das G8 polarisiert” − 96 von 299 Schülern haben im Abi eine Eins vor dem Komma − Dreimal mehr Durchfaller

Altötting/Burghausen. Die Freude ist groß bei 299 Gymnasiasten aus dem Landkreis: Sie haben die Abschlussprüfungen erfolgreich hinter sich gebracht und sind nun stolze Besitzer des bayerischen Abiturs. 96 Abiturienten des zweiten G8-Jahrgangs können mit einer Eins vor dem Komma glänzen. Die durchschnittliche Abiturnote aller Gymnasiasten im Landkreis beträgt 2,26 und liegt somit deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von 2,33.

Man solle vorsichtig sein, im zweiten Jahr bereits von einem Trend zu sprechen, sagt Dr. Ludwig Unger, Pressesprecher des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus. Und dennoch lässt sich eine bayernweite Tendenz der bisherigen zwei G8-Abiturjahrgänge feststellen: “Der Anteil an besonders gut abschneidenden Abiturienten ist mit 31 Prozent an Einserschülern höher als noch im G9.”

Das könne daran liegen, dass dasEhrung der Einserabiturienten Mündliche eine höhere Wertung erfahren hat, um “durch mehr mündliche Präsentationen den Anforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden”. Es gebe aber gleichzeitig eine gestiegene Zahl an Durchfallern: 3,7 Prozent der Abiturienten schafften die Prüfungen heuer nicht, im G9 waren es bayernweit noch 1,1 Prozent gewesen. Dafür gebe es im Verlauf der acht Jahre am Gymnasium weniger Abbrecher.

“Das G8 polarisiert”, sagt Josef Huber, Schulleiter des Kurfürst-Maximlian-Gymnasiums in Burghausen. Es gebe eine Schar an starken, sehr guten Schülern und gleichzeitig viele, die es nicht im ersten Anlauf geschafft haben. Für Letztere liege das häufig daran, dass “bestimmte Fächer wie Mathe und Deutsch nicht mehr ausbremsbar sind”. Ein Drittel seiner 63 angemeldeten Schüler seien Einser-Abiturienten. Allerdings haben vier das Bestehen der Prüfung verfehlt. “Das ist die absolut höchste Zahl”, sagt Huber.

Er spricht von einer Ausnahme, die auch mit den Absenzen der Betroffenen zu tun habe: “Genau diejenigen Schüler, die durchgefallen sind, haben oft gefehlt.” Man werde jetzt verstärkt ein Augenmerk darauf richten und die Absenzen viel stärker beachten, da sich die Schüler durch Abwesenheit nichts Gutes tun. Vom Durchschnitt her liege man mit 2,32 dennoch etwa in der Mitte der eigenen Vorjahreswerte. “Mit den Aufgabenstellungen waren die Kollegen zufrieden”, berichtet Huber.

22 seiner 73 erfolgreichen Abiturienten haben ein Einser-Abi, berichtet Wilhelm Renner, Schulleiter am Aventinus Gymnasium in Burghausen, stolz. Die Durchfallquote sei mit einem Schüler im “normalen Bereich”, so stellvertretender Schulleiter Dr. Günther Zahn. Sechs Schüler entschieden sich im Verlauf des Schuljahres freiwillig dafür, mit dem Abituranlauf noch ein Jahr zu warten.

“Die Schüler haben Abitur gut bewältigt”  Der Abi-Schnitt am Aventinus Gymnasium liegt bei 2,3 − “ähnlich wie vergangenes Jahr und auch schon beim G9”. Die Schulleitung ist zufrieden mit dem Ergebnis, das “kann sich sehen lassen. Die Schüler haben es gut bewältigt.” Stellvertretender Schulleiter Zahn weiß aus Erfahrung: “Aus unseren Schülern ist immer was geworden.”

Auch Rudolf Schramm, Schulleiter am König-Karlmann-Gymnasium, ist mit den Leistungen seiner Absolventen zufrieden: Am Schuljahresanfang gab es 75 Schüler in der Abschlussklasse. Von 74 Angemeldeten haben 73 das Abitur bestanden. “Die Durchfallquote ist normal. Zu schaffen ist das G8-Abitur allemal, aber nicht im Vorbeigehen.” Das G8 liefere grundsätzlich mehr Einserschüler: Circa 40 Prozent seiner Abiturienten dürfen sich über eine Eins vor dem Komma freuen.

Besonders erfreut ist Schramm darüber, dass heuer viele so genannte Einführungsschüler im oberen Bereich mit dabei sind. Diese treten von der Realschule in die Einführungsklasse am Gymnasium ein und kommen nach einem Jahr der Vorbereitung in die Oberstufe. “Leistungsmäßig sehe ich keinen Unterschied”, betont Schulleiter Schramm.

“Wir freuen uns mit unseren Schülern”, sagt Gertrud Bindl, Schulleiterin am Maria-Ward-Gymnasium in Altötting. Am Anfang des Schuljahres waren 94 Schüler in der Abschlussklasse “und alle davon haben das Abi bestanden”. Es gibt 25 Schüler mit einem Einserschnitt, der Gesamtdurchschnitt beträgt 2,25.

Im neuen G8 liege das Durchschnittsalter der Abschlussschüler bei 18 Jahren, sie sind somit etwa ein Jahr jünger als die ehemaligen G9-Absolventen. “Man muss die Schüler auf Grund des jüngeren Alters noch mehr an die Hand nehmen”, sagt Bindl. “In der zwölften Klasse machen sie einen großen Sprung zum Erwachsenwerden.” Es sei toll, “wie sich die Schüler am Ende nochmal richtig reinhängen”.

ANA vom 29.06.2012, Toni Wölfl

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