Sie unterrichteten 60 Jahre am KKG

Irene Kerndl und Rita Skura verabschiedet
Altötting.
Zwei langjährige Lehrerinnen des König-Karlmann-Gymnasiums sind verabschiedet worden: Irene Kerndl und Rita Skura.“Dem echten Lehrer muss jeder Schüler gleichviel gelten; je talentloser, träger und hartköpfiger der Zögling, desto mehr muss es den Erzieher reizen, etwas aus ihm zu machen.” Dieses Schriftsteller Paul Heyse zugeschriebene Zitat münzte Schulleiter Rudolf Schramm auf die Grundhaltung von Irene Kerndl, die den aktiven Dienst nach 35 Jahren am KKG beendet und in die Freistellungsphase der Altersteilzeit wechselt. Ihr sei eine gute Beziehung zu den Schülern wichtig gewesen, sie habe immer viel Wert darauf gelegt, Leistung einzufordern, aber auch die Schüler als Persönlichkeiten zu respektieren und bei Problemen Hilfestellungen zu geben. Gerade die “eher schwierigen” Schüler seien ihr dabei am Herzen gelegen. Speziell ihnen habe sie versucht Werte wie Weltoffenheit,
Toleranz und eine positive Lebenseinstellung zu vermitteln.

Die waschechte Altöttingerin war nur während des Referendariats auswärts, gleich die erste Stelle nach dem Zweiten Staatsexamen brachte sie im Sommer 1982 zurück in die Heimat, an das Landkreisgymnasium, wie das KKG damals hieß. Bis zuletzt blieb sie “ihrer” Schule, mit der sie sich immer voll und ganz identifiziert habe, treu. Besonders verdient gemacht hat sich Irene Kerndl, die Englisch und Französisch unterrichtete, um die Austauschmaßnahmen des KKG: drei Mal war sie mit Schülern in Frankreich, ganze 21 Mal in den USA.

Auch zur Verabschiedung von Rita Skura, die ebenfalls in die Freistellungsphase der Altersteilzeit wechselt, bemühte Schramm ein Zitat: “Des Lehrers schönstes Vorrecht ist, dass er nicht nur durch sein Wissen, auch durch seine Persönlichkeit die Seelen der nächsten Generation adelt.” Dass es sich bei ihr um eine “besondere Lehrerpersönlichkeit” handle, zweifle niemand an. 25 Jahre lang habe die aus Amberg stammende Lehrkraft dies am KKG unter Beweis gestellt, habe ihren Unterricht “sehr engagiert” gestaltet und sei “durch ihre klare Linie und ihre den Schülern zugewandte Art als Persönlichkeit ein sehr gutes Vorbild” gewesen.

Rita Skura unterrichtete die Fächer Chemie und Biologie, war zudem viele Jahre Verbindungslehrkraft. Ferner sei sie oft als Prüferin im Rahmen des Auswahlverfahrens für den Zugang zum Max-Weber-Programm an der MB-Dienststelle tätig gewesen. Über den Unterricht hinaus habe sie, so Schramm, viel Wert auf den erzieherischen Aspekt gelegt. Auch habe sie viele Klassen- und Studienfahrten organisiert und maßgeblichen Anteil an einem Comenius-Projekt mit einer portugiesischen Schule gehabt. − red
ANA vom 07.08.2017