“Weg mit dem Smartphone im Straßenverkehr”

Sicherheitsaktion des Kultusministeriums – Zentrale Veranstaltung für Oberbayern am KKG in Altötting

Polizeipräsident Robert Kopp testete den Motorrad-Fahrsimulator, beobachtet von Schülerinnen sowie dem Altöttinger Polizeichef Hannes Schneider (rechts) und geblitzt von der Presse. − Fotos: Schwarz Altötting. Über die Gefahren der Nutzung von Smartphones im Straßenverkehr aufklären und mehr Sensibilität diesbezüglich vor allem bei Schülern erzeugen – das waren die Ziele des bayernweiten Aktionstags “Augen auf die Straße” des Kultusministeriums. Die zentrale Veranstaltung für Oberbayern fand am Mittwoch am König-Karlmann-Gymnasium Altötting statt.

“Den verschwommenen Rand um das Smartphone nennt man übrigens Leben”, zitierte Staatssekretär Georg Eisenreich einen im Internet kursierenden Spruch. Man müsse sich zwar der Realität stellen, dass Smartphones aus dem Alltag der Schüler nicht mehr wegzudenken seien. Allerdings sei es Aufgabe der Erziehungsberechtigten und der Verantwortlichen an den Schulen, auf die Risiken hinzuweisen. Wer sich als Fußgänger, Rad- oder Autofahrer mit seinem Handy beschäftige, nehme die Umwelt kaum wahr – mit möglicherweise fatalen Auswirkungen. Mahner in dieser Sache sei auch der Club “Mobil in Deutschland”, der Partner in der aktuellen Smartphone-Aufklärungsaktion des Ministeriums ist und der für seine eigene Kampagne “Be smart – Hände ans Steuer , Augen auf die Straße” Verkehrsminister Dobrindt als Schirmherr gewonnen hat.Stellten sich den Fragen der Schüler: (von rechts) Polizeipräsident Robert Kopp, Staatssekretär Georg Eisenreich, Dr. Michael Haberland vom Verein Mobil in Deutschland, Richter Markus Andrä und Schulleiter Rudolf Schramm. Moderatorin war Maria Wilhelm vom bayerischen Bildungsministerium.

Polizeipräsident Robert Kopp betonte, durch Verkehrsunfälle kämen mehr Menschen in Deutschland körperlich zu Schaden als durch Straftäter. Viele der Unfälle aber wären vermeidbar – insbesondere jene, bei denen Smartphones im Spiel waren. Deshalb sei Verkehrserziehung in der Schule so wichtig – in den unteren Jahrgangsstufen etwa beim Fahrradtraining und in den oberen Klassen mittels Information und Vorbeugung. “Multitasking ist brandgefährlich. Weg mit dem Smartphone im Straßenverkehr”, mahnte Kopp.

Altöttings Landratsstellvertreter Horst Krebes appellierte an die Erwachsenen, Vorbild für die Kinder zu sein und sich umsichtig und rücksichtsvoll im Straßenverkehr zu verhalten, ehe die Zehntklässler, an die sich der Sicherheitstag insbesondere richtete, Fragen an eine Expertenrunde stellen und dann in einem Erlebnisparcours manche eigene Erfahrung im Spannungsfeld Straßenverkehr, Smartphone und Konzentration machen konnten. − ecs

ANA vom 06.07.2017