Wie die Muttergottes zur Pickelhaube kam

Bürgermeister Herbert Hofauer (rechts) zeigte sich beeindruckt von der Ausstellung der angehenden Karlmann-Abiturienten, die Kurssprecher Christian Kiefinger (2. von rechts) und Kursleiter Dr. Ulrich Kanz (5. von rechts) den Vernissage-Gästen vorstellten. − Fotos: SchwarzAngehende Abiturienten des KKG als Ausstellungsmacher: Der Erste Weltkrieg im Spiegel der Lokalgeschichte
Altötting.
Historische Quilts (Flickendecken) oder Poesiealben, surreale Gemälde, Aquarelle oder Fotokunst: All das und vieles mehr war schon zu sehen bei den Ausstellungen im Rahmen der Reihe “Kultur im Rathaus”. Die 126. Auflage bringt nun wieder einmal eine Neuerung: “Altötting vor 100 Jahren – Der Erste Weltkrieg im Spiegel der Lokalgeschichte” ist sie überschrieben. 14 angehende Abiturienten des König-Karlmann-Gymnasiums haben die regionalhistorische Schau im Rahmen des P-Seminars Geschichte gestaltet.

Im ersten Stock des Rathauses sind Exponate ausgestellt, die die Schülerinnen und Schüler als Leihgaben von Bürgern, aber auch vom Archiv der Kreis- und Wallfahrtsstadt zur Verfügung gestellt bekamen: von Uniformen über Fotografien bis hin zu Tagebüchern. Dazu haben die Ausstellungsmacher informative Texte geschrieben und diese grafisch ansprechend gestaltet – bis hin zum immer wiederkehrenden, originellen Ausstellungssignet: dem Stadtwappen mit Muttergottes und Jesuskind, ergänzt um eine Pickelhaube im linken oberen Eck. Und dass der Erste Weltkrieg bis heute auch im Landkreis Altötting Spuren hinterlassen hat, zeigen die vielen Kriegerdenkmäler. Um deren Dichte darzustellen, wurde eine großflächige thematische Karte entworfen.

Eine Vielzahl von Exponaten haben die Teilnehmer des P-Seminars zusammengetragen und für die Ausstellung vorbereitet. Dazu verfassten sie informative und detailreiche ErklärungstexteBürgermeister Herbert Hofauer betonte bei der Begrüßung die Bedeutung der Erinnerungskultur. Die Weltkriegsschauplätze seien nah: Sarajevo, wo das Attentat auf Franz Ferdinand Auslöser des Weltenbrandes war, aber auch die Schlachtfelder in Nordfrankreich. Mit Blick auf heutige Brennpunkte wie die Ukraine oder den Nahen Osten sagte Hofauer, es müsse alles getan werden, damit die Klugheit bei den Regierenden obsiege und es nie mehr Krieg gebe.

Christian Kiefinger, Sprecher des P-Seminars, nannte zwei Intentionen, die die Schau verfolge: “Die Geschichte und die Gräuel des Ersten Weltkriegs dürfen nicht vergessen werden.” Und jenseits der bekannten “großen Ereignisse” wie Verdun sollten die Auswirkungen auf den “kleinen Bürger” und “das Leben in der Heimat” beleuchtet werden. Abschließend zitierte Kiefinger Cicero: “Der ungerechteste Frieden ist immer noch besser als der gerechteste Krieg.” Kursleiter Dr. Ulrich Kanz schließlich zeigte sich begeistert von der Konzeption und Präsentation der Ausstellung: “Ich bin stolz auf Euch.” Die Besucher der Vernissage hatten im Anschluss Gelegenheit, nicht nur die Exhibition zu inspizieren, sondern auch ins Gespräch mit deren Machern zu kommen.
− ecs
Die Ausstellung kann noch bis 1. Februar zu den Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden.

ANA vom 18.01.2018

Termine

DatumTermin
12.03.2019Informationsabend für Eltern zum Übertritt in die 5. Jahrgangsstufe Gymnasium (Beginn um 19.00 Uhr in der Aula)
16.03.2019Tag der offenen Tür (9.00 Uhr bis 12.30 Uhr)
03.05.2019Notenbildbericht 3: Ausgabe an die Schüler der Jahrgangsstufen 5-10
09.05.20192. Elternsprechtag
26.07.2019letzter Schultag vor den Sommerferien (Gottesdienst, Ausgabe der Jahreszeugnisse, Schulschluss: ca. 10.25 Uhr)
26.10.2019Beginn der Herbstferien
03.11.2019Ende der Herbstferien
20.11.2019Buß- und Bettag (unterrichtsfrei)
21.12.2019Beginn der Weihnachtsferien
06.01.2020Ende der Weihnachtsferien

Mehr Informationen zu Terminen

Fotos vom Schulleben

seminarpraesentation_19_19 seminarpraesentation_19_02

Letztes Update

  • 21.02.2019 - 11:54:38