Stimmungsvoll und amüsant: KKG verabschiedet Schulleiter Rudolf Schramm

Altötting. Das Schuljahr 2020/21 war, nicht zuletzt wegen Corona, reich an Überraschungen auch am König-Karlmann-Gymnasium. Die größte aber gab es hier am letzten Unterrichtstag: Schulleiter Rudolf Schramm ließ „die Bombe platzen“, wie sich sein Stellvertreter Georg Kronhuber ausdrückt, und teilte am 29. Juli der Schulfamilie mit, dass er ab dem neuen Schuljahr Direktor des Hertzhaimer-Gymnasiums Trostberg ist, wo er selbst zur Schule ging und sich auch als Lehrer schon erste Sporen verdient hatte. Dort hat der 52-Jährige am Dienstag seinen Dienst angetreten, gestern wurde der Tachertinger an seiner alten Wirkungsstätte amüsant, stimmungs- und würdevoll verabschiedet.
Kronhuber, der bis zur Neubesetzung der Direktorenstelle voraussichtlich im Februar 2022 die Schule in Zusammenarbeit mit der erweiterten Schulleitung führt, nannte seinen scheidenden Chef einen Teamplayer, herausragenden Krisenmanager, fähigen und engagierten Vorgesetzten. Für die Wünsche, Ideen und Sorgen von Schülern, Eltern und Kollegen habe er immer ein offenes Ohr. Die Nachricht von seinem Weggang habe „überrascht, geschockt und traurig“ gemacht.
13 Jahre war Rudolf Schramm am KKG im Dienst, zehn Jahre davon als Schulleiter. Verabschiedet wurde er als „King Rudi“, von Georg Kronhuber ausstaffiert mit Krone, Reichsapfel, Schwert, rotem Umhang und Leiterwagen für die Geschenke, vieles davon in flüssiger Form, was Schramm trocken kommentierte: „Da hab ich ausgesorgt für die nächsten zehn Jahre.“ Aber auch ein FC-Bayern-Trikot und -Fußball mit den Unterschriften aller Lehrer, eine Goldmedaille und Urkunde, Erinnerungsbilder, Blumen etc. waren darunter.
Der Abschied fiel sichtlich schwer, wie die Grußworte von Schülersprecher Matthias Pollety, Thomas Hiebl vom Elternbeirat, Jochen Seidler vom Förderverein und Bernhard Fleischmann fürs Kollegium verdeutlichten. Alle entboten sie beste Glück- und Segenswünsche. Am härtesten aber kam es Rudolf Schramm selbst an, der für den Zusammenhalt und das allseitige Engagement in der gesamten Schulfamilie dankte. In den letzten zehn Jahren sei gemeinsam sehr viel erreicht und Neues geschaffen worden, das KKG sei ihm „ein Stück Heimat“ – wenngleich der Wechsel nach Trostberg sein großer, persönlicher Wunsch sei. Seiner Altöttinger Schule wiederum wünschte er: „Behaltet das gute Miteinander und die gute Stimmung, dann steht einer guten Zukunft nichts entgegen.“
Eigentlich war geplant gewesen, auf dem Sportplatz eine Abschiedsfeier für alle Schüler und Lehrer zu machen. Das Wetter und die Bodenverhältnisse ließen dies nicht zu. So waren nur die Lehrer und Ehrengäste sowie die Mitglieder der Vokal- und Instrumentalensembles von Birgit Heckhausen und Anna-Theresa Buxbaum im Freien unter dem Vordach an der Ostseite der Schule zusammengekommen. Trotzdem konnten sich noch alle Schülerinnen und Schüler von „King Rudi“ verabschieden. Sie bildeten ein Spalier im Erdgeschoss des Schulhauses, durch das er schreiten durfte. Für die Zukunft hatte Rudolf Schramm den Segensgruß: „Hoch lebe das König-Karlmann-Gymnasium!“ − ecs – ANA vom 17.09.21
Fotos: Simon Stiegler

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