Corona-Pandemie macht auch dem P-Seminar Kunst einen Strich durch die Rechnung

Alles dreht sich um Boxen: Drei davon zeigen die P-Seminaristinnen im Bild, insgesamt sind zwölf entstanden. Mir dieser Ausbeute hätten die Gymnasiastinnen eigentlich eine öffentliche Ausstellung bestreiten wollen. Coronabedingt konnte sie aber nur schulintern gezeigt werden. – Foto.: sh

Altötting. Ehrengäste und Ansprachen, musikalische Gestaltung und Häppchen – all das hätte es geben sollen. Schließlich lautete das Thema des P-Seminars im Leitfach Kunst unter der Leitung von Lehrerin Johanna Neubert „Ausstellung“. Und genau eine solche wollten zehn Schülerin-nen des König-Karlmann-Gymnasiums nicht nur mit eigenen Werken bestreiten, sondern auch organisieren. Die Werke sind entstanden – passend zum Thema „World in a Box“ präsentieren Schachteln, zwölf an der Zahl, ihr faszinierendes Innenleben. Alles andere aber ließ sich nicht machen – coronabedingt. Das war im Übrigen rasch klar. Der erste Lockdown kam schon, als die P-Seminaristinnen, damals noch in der Q11, in der Produktionsphase steckten. Dass es mit der Ausstellung, zumindest mit der im großen Stil, selbst nichts werden würde, zeichnete sich damals schon ab. Und so kam es schließlich auch. Immerhin: Aufgebaut wurde sie, die Schau. Und zu sehen bekam sie – wenn schon nicht die breite Öffentlichkeit – immerhin die Schülerschaft. Noch vor der neuerlichen Verschärfung der Corona-Regeln war die Ausstellung unter den geltenden Auflagen zu bewundern.

 

Hochpolitisch war die eine Hälfte der Boxen, wie die im Bild, gefertigt von Tina Bernhard, die das Thema Flüchtlinge aufgreift.

Dem Bedürfnis nach dem Schönen und dem Träumen wurde, wie im Bild der Beitrag von Christina Siglreitmeier, die zweite Hälfte gerecht.

Zu sehen bekamen die Schüler, die davon – teilweise gleich mehrfach – Gebrauch machten, einen bunten Boxenmix. Und der war auch politisch: Die Schülerinnen griffen, bei freier Wahl der Technik, viele aktuelle Themen auf, angefangen von der Pandemie über die Umweltverschmutzung und den Klimawandel bis hin zur „Black lives matter“-Bewegung und zur Flüchtlingsthematik. Die zweite Hälfte der Arbeiten, die gerade von den Kindern sehr bestaunt wurde, beschäftigte sich mit dem menschlichen Bedürfnis nach dem Schönen, dem Träumen und der Auseinandersetzung mit den Gefühlen. – s.h. – ANA vom 21.12.20

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