König-Karlmann-Gymnasium gewinnt beide Schulpokale jeweils vor Josef-Guggenmos-Schule und Maria-Ward-Gymnasium

Sie nahmen die Schulpokale sowie Pokale und Medaillen für die besten Einzelleistungen entgegen (von links): Stellvertretender Schulleiter Georg Kronhuber, Sabine Eicher, Maxi Weinreich, Carolin Huber, Leo Scholze, Patrick Topol von der Esterer Gießerei, Organisator Günther Vogl, Theo Binder, Hanna Stockinger, Sophia Lohr, Laura Unützer, Vincent Kun und Heike Starflinger, die Organisatorin am KKG. – Foto: Hölzlwimmer

Altötting. Dass das König-Karlmann-Gymnasium in der Schulwertung des OMV-Halbmarathons gewinnt, das ist nicht ungewöhnlich. Dass es sich aber gleich beide Pokale sichern kann, das ist es wohl. Und erst recht die Art und Weise, wie das heuer zustande gekommen ist. Denn exakt ein Drittel der Teilnehmer, die bei der 30. Auflage des Laufevents für das KKG an den Start gingen, war am Tag des Rennens dort noch gar nicht eingeschult.
Am 12. September gingen das 21,1-Kilometer-Rennen sowie parallel dazu der 6-Kilometer-Lauf und der Hobbylauf über die Bühne – und damit zwei Tage vor dem ersten Schultag. 55 Fünftklässler, die eigentlich noch gar keine solchen waren, hatten sich schon im Vorfeld begeistern lassen und vertraten die Schulfarben, dazu kamen noch 110 weitere Schüler und Lehrer: Mit einer Gesamtzahl von 165 Läufern war das der erste Platz in der Schulwertung – und zwar mit großem Vorsprung, die Günther Vogl, der Organisator des Halbmarathons, gestern bei der Pokalübergabe sagte. Auf den Plätzen reihten sich zwei weitere Altöttinger Schulen ein. Rang 2 belegte die Josef-Guggenmos-Schule mit 78 Startern, Rang 3 ging an das Maria-Ward-Gymnasium (43).
Zum 19. Mal wurde der Schulpokal seit der Premiere 2002 – bei einem coronabedingten Aussetzer – vergeben, zum 13. Mal bereits holte ihn sich das KKG. Abgesehen davon gab es nur zwei andere Sieger. Bei der ersten Auflage triumphierte die Weiß-Ferdl-Schule, fünf Mal – zuletzt im Jahr 2017 – gewann das Mühldorfer Ruperti-Gymnasium. Dass dieses „es nächstes Jahr wohl wieder versuchen wird“, sagte Günther Vogl und wollte dies als Aufforderung verstanden wissen, das KKG möge weiterhin so außergewöhnlich engagiert bei der Sache bleiben.
Bei dem einen Pokal blieb es nicht. Zum dritten Mal holte sich das KKG das Double, das heißt, es schaffte nicht nur den Sieg in der Wertung der Meistbeteiligung, die große Schulen begünstigt, sondern auch den in der relativen Wertung, in der kleinere Schulen gute Chancen haben – nicht aber heuer. 24 Prozent der Karlmänner machten mit. Weil keine andere Schule eine derart gute Quote erreichte, bedeutete das den ersten Platz. Zweiter wurde auch hier die Josef-Guggenmos-Schule (21 Prozent), den dritten Platz belegte das Maria-Ward-Gymnasium (17 Prozent).
Ein dickes Lob bekamen alle Starter und Sportlehrerin Heike Starflinger, die das Engagement beim Halbmarathon seitens des KKG organisiert hatte, von stellvertretendem Schulleiter Georg Kronhuber. Er sei „sehr stolz“, die hohe Beteiligung zeige, dass es um die Motivation der KKGler trotz abgebrochener Turnhalle und langen Phasen des Distanzunterrichts gut bestellt sei. Zugleich verlieh er seiner Hoffnung Ausdruck, es möge 2022 wieder so sein.
Patrick Topol, der Geschäftsführer der Esterer Gießerei, die den Schulpokal sponsert, gratulierte dem KKG und den einzelnen Schülern. Zugleich appellierte er an sie, dem Laufen treu zu bleiben oder sich einen anderen Sport zu suchen. Wer regelmäßig Sport treibe, habe ein erfüllteres Leben, und gut für die Gesundheit sei es, auch wenn es keine Garantie gebe, obendrein. − sh – ANA vom 16.11.21

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