Jubiläums-Ausflug des König-Karlmann-Gymnasiums – 720 auf einem Schiff
Altötting. Es brauchte das größte Schiff der Reederei Wurm & Noé, um alle Passagiere aufzunehmen: 720 KKGler, unter ihnen 55 Lehrerinnen und Lehrer, hatten die MS Stadt Linz am Mittwoch ganz für sich allein. Das König-Karlmann-Gymnasium war auf Tour – und zwar nahezu komplett. Die ganze Schule unternahm einen gemeinsamen Ausflug, um nicht nur das Ende des Schuljahres, sondern das 55-jährige Bestehen des KKG zu feiern.
Es sollte ein einzigartiger Ausflug für alle Schülerinnen und Schüler werden – so der Plan im Jahr 2020, als das König-Karlmann-Gymnasium eigentlich seinen 50. Geburtstag feiern wollte. Corona kam dazwischen, und ein Ausflug für alle „Karlmänner“, noch dazu auf einem Schiff, war undenkbar. Fünf Jahre später holte die Altöttinger Schule nicht nur das Jubiläum, sondern auch den Ausflug nach. „KKG on tour“ war der Tag überschrieben – und Programm.

Schülerinnen und Schüler, so weit das Auge reicht: Auf zwei Decks waren alle Sitzplätze von den Altöttinger Ausflüglern belegt.
15 Reisebusse brachten die Schülerinnen und Schüler samt Lehrkräften zunächst von Altötting nach Passau. Bereits kurz nach 10 Uhr erreichte die Kolonne die Anlegestelle an der Donau, wo die MS Stadt Linz auf die Ankämmlinge wartete. An Bord wurden die Passagiere vom Kapitän des Schiffes und von Schulleier Georg Kronhuber begrüßt. Nach dem Ablegen steuerte das Schiff in Richtung Engelhartszell, passierte die Schleuse Jochenstein und wendete kurz danach, um nach Passau zurückzusteuern.
Die rund vier Stunden an Bord verbrachten die KKGler mit einem gemeinsamen Essen, das vorab bestellt worden war, und eine Menge Programm: Eine neu formierte Schülerband feierte mit ihrem ersten Auftritt Premiere an Bord – und legte nicht nur musikalisch, sondern auch logistisch eine Meisterleistung hin: Die Musiker hatten nämlich ihr komplettes Equipment im Bus mitgebracht – inklusive Schlagzeug. Neben dem Bandauftritt gab es weitere Programmpunkte, etwa die „Lehrer-Schüler-Challenge“, bei der sich jene in mehreren Disziplinen maßen. Am Ende, berichtet die stellvertretende Schulleiterin Sabine Eicher, waren die Kinder und Jugendlichen ein wenig besser als die Lehrerinnen und Lehrer beim Sackhüpfen, Tanzen und Masskrugstemmen.
Finanziert werden konnte die Veranstaltung dank einer Spende der Sparkasse, Unterstützung des Fördervereins und des Geldes, das sich die Schülerinnen und Schüler selbst bei einem Spendenlauf im Frühsommer „erarbeitet“ haben.
Das Resümee der KKGler nach dem Ausnahme-Ausflug fällt durchweg positiv aus: Ein tolles Gemeinschaftserlebnis sei es gewesen, fasst Sabine Eicher zusammen. Jüngere wie ältere Schüler hätten den Tag genossen und viel Spaß gehabt, zumal das Wetter mitgespielt habe und es möglich gewesen sei, die Schifffahrt auch vom Oberdeck aus zu genießen. Besondere Zwischenfälle gab es außerdem nicht: Keiner der 720 Ausflügler ging verloren, alle kamen am späten Nachmittag wohlbehalten auf dem Altöttinger Dultplatz an. Und trotzdem: Regelmäßig werde das ganze KKG künftig nicht „on tour“ sein, sagt Sabine Eicher. Denn organisatorisch sei die Fahrt eine Herausforderung gewesen, die Schulleitung und Sekretariat zu stemmen hatten. Von der Buseinteilung bis zum Boarding. „Das war eine Riesenlogistik.“ −gm/red – Fotos: Steinhuber
ANA vom 01.08.25

