Neuer Einsatzort schon ab September – Zehn Jahre Leiter am König-Karlmann-Gymnasium

Bei der Verabschiedung der Abiturienten vor zwei Wochen war von seinem eigenen Abschied noch keine Rede: KKG-Schulleiter Rudolf Schramm mit Jahrgangssprecher Bastian Salzinger, der ihm ein Erinnerungs-Kunstwerk des Corona-Abiturjahrgangs 2021 überreichte. – Foto: Schwarz

Altötting. Mit einem Paukenschlag endet das Schuljahr am König-Karlmann-Gymnasium: Rudolf Schramm, seit zehn Jahren Schulleiter, wechselt zum neuen Schuljahr ans Hertzhaimer-Gymnasium in Trostberg, wo er nicht nur selbst zur Schule ging, sondern auch schon als junger Studienrat sowie in den Nullerjahren als Mitarbeiter in der Schulleitung eingesetzt war.
Am gestrigen Donnerstag war letzter Schultag. Auf dem Sportplatz des KKG wurde eine Andacht gefeiert, im Nachgang sollten einige Ehrungen stattfinden. Währenddessen wurde Rudolf Schramm von einer Sekretärin ins Sekretariat geholt. Ein Anruf aus dem Kultusministerium. Den Inhalt verkündete der 51-Jährige unmittelbar im Anschluss den Schülern und Kollegen: Seine Bewerbung am Hertzhaimer-Gymnasium Trostberg wurde angenommen.
Es hatte schon im Juni Gerüchte gegeben, dass Schramm das KKG verlässt. Die Vermutungen betrafen aber das Ruperti-Gymnasium in Mühldorf. Eine entsprechende Anfrage der Heimatzeitung verneinte er damals.
Wobei diese Stelle schon etwas mit seinem jetzigen Wechsel zu tun hat. Weil nämlich am Eggenfeldener Karl-von-Closen-Gymnasium der altgediente Schulleiter Markus Enghofer in den Ruhestand gegangen ist, hat sich Daniela Raith um die Nachfolge beworben. Die Pfarrkirchnerin war bislang in Mühldorf Chefin. Diese Vakanz wiederum rief Christine Neumeier auf den Plan, die Leiterin des Hertzhaimer-Gymnasiums in Trostberg. Als sie die Zusage des Kultusministeriums bekommen hatte, war der Weg frei für Rudolf Schramms Bewerbung zurück in seinen Heimatlandkreis. Er lebt mit seiner Familie in Tacherting.
13 Jahre war er in Altötting tätig, zuerst als Stellvertreter von Rainer Jonda und seit zehn Jahren selbst als Schulleiter. Und einige Stunden Mathematik und Physik gab er auch noch in der Oberstufe.
Leicht falle ihm der Wechsel nicht, sagte Schramm der Heimatzeitung. Das schrieb er am Donnerstagnachmittag auch in seinem Elternbrief, um die Erziehungsberechtigten über seinen Weggang in Kenntnis zu setzen. Denn sowohl mit ihnen als auch mit den Kollegen und den Schülern sei das Verhältnis immer gut und partnerschaftlich gewesen: „Es war ein gutes Miteinander und eine sehr schöne Zeit.“ Er fühle sich nach wie vor als „Karlmann“, die Entscheidung des Kultusministeriums sei noch sehr frisch, ihm fehlten noch ein bisschen die Worte, erklärte er am Donnerstagnachmittag.
Diese zu finden wird Zeit sein bis zum September: Dann soll eine Abschieds-Feierstunde stattfinden, auch wenn er schon in Trostberg seinen Dienst angetreten hat. „13 bis 15 Dienstjahre habe ich noch vor mir“, sagt der Tachertinger, der im August 52 wird. Nur sechs Kilometer Fahrtstrecke hat er dann zur neuen Schule, an der auch seine beiden jüngeren Kinder unterrichtet werden – im nächsten Schuljahr in der 7. und 11. Jahrgangsstufe. Die Freude daheim über seinen Wechsel, sagt Schramm launig, sei nicht bei allen Familienmitgliedern gleich groß.
Einen Nachfolger wird es zum Schuljahresanfang am König-Karlmann-Gymnasium nicht geben, die Stellenausschreibung zielt wohl auf Februar 2022. Auf Zweiten Schulleiter Georg Kronhuber warten einige Herausforderungen, denn nicht nur sein Chef, sondern auch sein enger Mitarbeiter Andreas Galneder verlässt ihn; Letztgenannter wird Stellvertreter von Schulleiter Dr. Ulrich Kanz am Aventinus-Gymnasium Burghausen. An Galneders Stelle rückt Holger Gottschalk nach. Dessen Posten in der erweiterten Schulleitung, der auch Rosalia Mittermeier und Sabine Eicher angehören, übernimmt wiederum Bernhard Fleischmann.− ecs – ANA vom 30.07.21

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