Kühlung, KI und Kommunikation

Altötting. Wie funktioniert eine Magnetschwebebahn? Kann man selbst eine KI entwickeln? Wie programmiert man ein soziales Online-Netzwerk? Diese und viele weitere Fragen haben sieben Jungforscher des König-Karlmann-Gymnasiums (KKG) beim diesjährigen „Jugend forscht“-Wettbewerb untersucht. Seit Oktober recherchierten, planten und tüftelten die Schüler an ihren Projekten, die sie Anfang März an der Universität Passau mit 120 anderen Teilnehmern aus ganz Ostbayern präsentierten. Spannend war nach dem Jurygespräch auch das Nebenprogramm mit einem Zauber- und Jonglierkurs, das Studierende gestalteten.

Hörsaal statt Schulbank: Die Jungforscher vom KKG mit Betreuungslehrkraft Stephan Stocker an der Universität Passau.

Der Neuntklässler Michael Schwarzkopf baute eine Wasserkühlung, die ähnlich funktioniert wie das Hecheln eines Wolfes, und kühlte heißes Wasser damit effektiv herunter. Er gewann einen Sonderpreis in der Kategorie Technik. Ebenfalls in diesem Fachgebiet trat der Neuntklässler Sebastian Berg mit einem Mini-Getriebe aus Lego an, das durch den Luftstrom eines Staubsaugers angetrieben wurde. Er konnte damit beachtliche Drehzahlen erreichen.

Jonas Vilsmaier aus der 10. Klasse entwickelte und trainierte ein eigenes „Handlungs- und Antwortfähiges Neuronales System“ namens „H.A.N.S.“. Diese KI wird durch Spracheingabe bedient, antwortet mit einer Computerstimme und kann alltägliche Aufgaben am Computer ausführen, wie Wikipedia durchsuchen. Er holte im Fachgebiet Mathematik/Informatik den zweiten Platz sowie einen Sonderpreis.

Im Fachbereich Physik reichten Jonas Siegl und Sebastian Lerchl aus der 7. Klasse eine selbstgebaute Magnetschwebebahn ein. Sie untersuchten, warum das scheinbar einfache Ausrichten des Zuges eine große physikalische Herausforderung ist. Den Achtklässlern Jakob Mehlstäubl und Niklas Schanzer gelang es, die ersten Grundlagen für eine Social-Media-Plattform mit Chat-Funktion selbst zu programmieren. Dabei beschäftigen sie sich mit Datensicherheit und verschiedenen Arten der Verschlüsselung. Im Fachgebiet Mathematik/Informatik belohnte sie die Jury dafür mit einem zweiten Platz und einem Sonderpreis.

Alt-Neuöttinger Anzeiger vom 20.03.2026,
Text: ANA Redaktion und Foto: KKG

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