KKG auf KiKA

2022-05-25T10:30:20+02:0025. Mai 2022|

„Die beste Klasse Deutschlands“: Die 7c des König-Karlmann-Gymnasiums ist am 27. Mai im Fernsehen

Altötting. Auf der einen Seite die Fassade des Krankenhauses der TV-Serie „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“, gleich ums Eck der Eingang zum ebenfalls aus dem Fernsehen bekannten „Schloss Einstein“: Allein die Locations dieser Produktionen zu sehen, war für die Schülerinnen und Schüler der 7c des König-Karlmann-Gymnasiums „eine coole Sache“, wie Antonia Scharf aus Alzgern sagt. Das war freilich nur ein müder Auftakt zu dem, was gleich darauf in einem Studio folgte. Denn nach Erfurt gefahren war die Klasse Ende März nicht etwa, um zu sehen, wie Fernsehen gemacht wird – sondern um selbst Teil davon zu sein.
Die 7c hatte sich vergangenes Jahr darum beworben, bei der KiKA-Serie „Die beste Klasse Deutschlands“ mitmachen zu dürfen – und bekam als eine von nur 16 von insgesamt 800 Klassen den Zuschlag. Nun, vier Wochen nach der Aufzeichnung, steht der Sendetermin fest. Die Staffel wird ab 13. Mai ausgestrahlt, immer freitags ab 19.30 Uhr. Das Team des KKG ist in der Folge vom 27. Mai zu sehen.

Die Initiative ging von den beiden Klassensprechern aus, neben Antonia Scharf noch Alexander Huber. Die Klassenkameraden waren schnell überzeugt, schließlich schaut fast jeder diese Sendung. Völlig in Eigenregie kümmerte sich die 7c dann um das geforderte Bewerbungsvideo. In den Pausen sowie in Kunst- und Vertretungsstunden entwickelten die Siebtklässler das Drehbuch, gefilmt wurde dann an der Schule, am Kapellplatz und auf dem Hof in Garching, auf dem Mitschüler Maxi Perschl daheim ist. Weil die 7c nicht nur auf die ländliche Karte setzen wollte, sondern auch auf die bayerische, studierte sie sogar einen Tanz ein, bei dem die meisten Tracht trugen. Dass das Video exakt die geforderten vier Minuten lang wurde, lag an einem aus ihren Reihen: David Jäschke. Der Altöttinger führte die Kamera und war als Cutter im Einsatz.
Trotz des ganzen Aufwandes kam die Zusage dann doch überraschend, war die Konkurrenz doch riesig. Umso größer war die Begeisterung. Im Januar wurde es richtig ernst: KiKA-Redakteurin Hannah Maichalowicz kam ans KKG, um die sogenannten Erste-Reihe-Kids auszuwählen, die sowohl bei den Geschicklichkeitsspielen als auch den Wissensfragen, um die es bei „Die beste Klasse Deutschlands“ geht, ganz besonders gefordert sind.

Angekommen am Landesfunkhaus Thüringen: Die Klasse 7c, begleitet von den Klassenleitern Iris Fraundorfner (links) und Kirill Schröder (rechts) ist bester Dinge und voller Vorfreude auf einen spannenden Tag.

So werden sie am 27. Mai ab 19.30 Uhr auf KiKA zu sehen sein: Antonia Scharf und David Jäschke waren als Front-Kids besonders gefragt. Der Rest der Klasse unterstützte sie von den Reihen dahinter.

Die Klasse hatte intern eine Vorauswahl getroffen, aus dem verbliebenen Quartett wiederum wählte die Redakteurin Antonia Scharf und David Jäschke aus.
Mitten in die Vorfreude hinein dann die Euphoriebremse: Wegen der angespannten Corona-Lage untersagte das Bayerische Kultusministerium mehrtägige Schulfahrten – das Abenteuer drohte zu platzen, weil sich eine Tagesfahrt mit der für den Vormittag angesetzten Aufnahme im Erfurter Studio nicht in Einklang bringen ließ. Da aber konnte die 7c auf ihre Klassenleiterin Iris Fraundorfner bauen. Sie machte sich für die Verlegung des Termins auf den Nachmittag stark. So kam es dann auch.
Angespornt von dieser Wendung, bereitete sich die 7c intensiv vor. Etliche Schüler erstellten eigene Quizshows, die zum Training durchgespielt wurden, die Mädchen und Buben schauten Nachrichtensendungen an, lasen Zeitung, wiederholten Grundwissen und studierten Wissensbücher. Und: Wie auch ihre Klassleiter – neben Iris Fraundorfner noch Kirill Schröder – begaben sie sich in der Freizeit in Quarantäne, um die Fahrt nicht zu gefährden.
Ende März war es dann soweit. Schüler, Lehrer und Maskottchen Herr Karli, ein Affe, machten sich auf den Weg. Und den zurückzulegen, erwies sich als durchaus spannend. Mehrfaches Umsteigen war zwar einkalkuliert, die Verspätung von Zügen aber nicht. Letztlich brachte ein ICE die 7c aber doch rechtzeitig nach Erfurt.
Auf dem Gelände des Senders gab es dann einen Wow-Moment nach dem anderen. Erst, als die besagten, aus TV-Serien bekannten Fassaden in Sicht kamen. Dann, als die Siebtklässler von den Moderatoren Checker Tobi und Clarissa Corrêa da Silva, Stars der Szene, willkommen geheißen wurden. Und schließlich, speziell für die beiden Front-Kids, als sie für die Aufzeichnung geschminkt und verkabelt wurden. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass es gleich losgeht. „Da hat das Herz ganz schön gepumpt“, sagt Antonia Scharf, und David Jäschke pflichtet ihr bei. Die Aufregung währte freilich nicht lange, hochkonzentriert stellten sich die Karlmänner den Aufgaben. Wieviel Erfolg ihnen beschieden war, verraten sie nicht. Sollte es im Viererduell für den ersten Platz gereicht haben, wird die 7c im Staffelfinale noch einmal zu sehen sein.
Den Tag in Erfurt hat die KKG-Vertretung jedenfalls in bester Erinnerung. „Es hat Megaspaß gemacht“, sagt David Jäksche. Auch wenn sich ungeliebte Nachwirkungen einstellten. Spät nachts, nach Hin- und Rückfahrt zusammengerechnet rund zehn Stunden im Zug, kam die 7c wieder zuhause an. Und nicht wenige sind am nächsten Tag im Unterricht weggenickt. Den Lehrern dürfte es dieses eine Mal nichts ausgemacht haben. − sh – ANA vom 30.04.22

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