Latein

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Lehrkräfte

  • Sebastian Dirnberger, StR
  • Brigitte Jacob, StDin (Fachbetreuer)
  • Stefan Kistler, StR
  • Isabelle Mühlbauer, OStRin
  • Anna Ruppert, StRefin
  • Christiane Stemper, Lehrerin i.K.
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Stundentafel

An unserer Schule wird Latein als zweite Fremdsprache (beginnend mit Jahrgangsstufe 6) angeboten.
Wochenstunden und Schulaufgaben für Latein als zweite Fremdsprache:

Jahrgangsstufe Wochenstunden Schulaufgaben
6 4 4
7 4 4
8 4 4
9 3 3
10 3 3
11 – G 9 – neu 3 3
Q11 4 2
Q12 4 2
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Gewichtung der Schulaufgabenbestandteile

Laut kultusministeriellem Schreiben vom 02.12.2008 ergeben sich folgende Empfehlungen für Umfang des Übersetzungstextes und dessen Gewicht im Verhältnis zum Fragenteil eines großen schriftlichen Leistungsnachweises.

Jahrgangsstufe Umfang des Übersetzungstextes (ungefähre Wortanzahl) Gewichtung Übersetzung:Fragenteil
6 60 3:1
7 70 3:1
8 70 3:1
9 Prosa 70, Dichtung 60 2:1
10 Prosa 70, Dichtung 60 2:1
Q11 Prosa 100, falls Dichtung vorhanden 85 2:1
Q12 Prosa 100, falls Dichtung vorhanden 85 2:1
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W-Seminar „Tatort Rom“ von Herrn Kistler

Kriminalität und die Ahndung von Straftaten sind Themen, die zu jeder Zeit aktuell sind und jede Gesellschaft betreffen. Im aktuellen W-Seminar „Tatort Rom“ setzen sich fünfzehn Schülerinnen und Schüler mit dem Rechtsempfinden, der Rechtsprechung und der Kriminalität des antiken Rom auseinander. Im Rahmen des Seminars beschäftigen sich die Teilnehmer u.a. mit antiken, themenbezogenen Texten und stellen Bezüge zur Gegenwart und der eigenen Lebenswelt her. Die Auffassung von Verbrechen und Schuld im antiken Rom wird dabei mit unseren modernen (Wert)Vorstellungen verglichen.

Mögliche Hausarbeitsthemen sind:

  • Glücksspiel und Falschgeld im antiken Rom
  • Mord als „politisches Mittel“
  • #MeToo – Sexualdelikte und häusliche Gewalt
  • Giftmischende Frauen
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Q11/12: Kursprogramm Latein G8

11/1: Vitae philosophia dux

Grundfragen menschlicher Existenz wie Freiheit und Schicksal, Krankheit und Tod, Angst und Leid, Glück und Unglück; Philosophiegeschichte der Antike, Unterschied Epikureismus – Stoa

Autoren:

  • Cicero: De finibus, De natura deorum, Tusculanae disputationes
  • Seneca: Epistulae morales ad Lucilium

11/2: Ridentem dicere verum

Satirische Gesellschaftskritik in Rom, Vulgärlateinà Entwicklung der romanischen Sprachen

Autoren:

  • Petron: Satyrica: Typ des neureichen Protzers (Cena Trimalchionis), Freigelassenengespräche
  • Horaz: Verssatiren, evtl. noch Catull

12/1: Nunc aurea Roma est

Roms Friedenszeit nach Beendigung des Bürgerkrieges unter Kaiser Augustus, Roms imperialistisches Sendungsbewusstsein, Augustus‘ Restaurationspolitik (Wiederherstellung der alten Werte)

Autoren:

  • Vergil: Aeneis (Gattung Epos)
  • Livius: Ab urbe condita; evtl. noch Ovid: Exildichtung, Tacitus: Annalen

12/2: Si in Utopia fuisses mecum

Antike Staatsphilosophie als Grundlage moderner Staaten: Staatsentstehungstheorien, Frage nach einer idealen Staatsform, nach einem idealen Staatsmann, nach Gerechtigkeit, nach einem bellum iustum, nach der Verpflichtung des Menschen zum politischen Engagement

Autoren:

  • Cicero: De re publica; evtl. noch Sallust: Catilinae Coniuratio (Prooem)
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Lehrwerke des Fachs Latein am KKG

Im Schuljahr 2018/19 haben wir erstmals für die 6. Jahrgangsstufe das Unterrichtsbuch Campus C 1 neu (!) eingeführt, das in beiden nächsten Jahren mit den entsprechenden Folgebänden fortgeführt wird. Das bisherige Lehrbuch Campus C wird in den 8./9. Klassen demnach auslaufen. Für eventuell nötiges zusätzliches Übungsmaterial verweisen wir auf die Trainingshefte zu den jeweiligen Jahrgangsstufen sowie auf das gesamte Angebot des C.C.Buchner-Verlags.

Texte für die Lektürephase in der 9. und 10. Jahrgangsstufe werden kopiert vorgelegt, damit eine intensivere Auseinandersetzung durch eventuelle Textmarkierungen vorgenommen werden kann.

Eine lateinische Kurzgrammatik (Grammadux C.C.Buchner) wird von der Schule ausgegeben.

Falls die Schüler kein eigenes Vokabelheft geführt haben, wäre zur Wiederholung des gesamten Wortschatzes die Anschaffung des Vokabelheftes Campus C (für G9) bzw. C neu (für G9, noch nicht erschienen) empfehlenswert.

Für die 10. Jahrgangsstufe wird von der Schule ein lateinisch-deutsches Lexikon zur Verfügung gestellt (Langenscheidt: Großes Schulwörterbuch).

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Latein als zweite Fremdsprache

Sehr geehrte Eltern der Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5,

folgende Punkte sollen Ihnen eine Orientierungshilfe bei der Entscheidung Ihres Kindes für die zweite Fremdsprache sein:

1.1 Das Latinum ist nach wie vor Zulassungsvoraussetzung für zahlreiche Studienfächer wie z.B. Deutsch, Geschichte, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Theologie und so weiter. Sehr nützlich können Lateinkenntnisse auch z.B. für Pharmazie, Medizin und Rechtswissenschaften sein. Immer häufiger sind Lateinkenntnisse bei Bewerbungsgesprächen an einzelnen Unis und v.a. bei höheren Abschlüssen (Master, Doktor) gefordert (nähere Informationen s. Internetadressen der einzelnen Hochschulen oder geben Sie die Begriffe Latinumratgeber – Medicamina ein.).

1.2 Latein ist die Muttersprache der romanischen Sprachen Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch und Rumänisch; es erleichtert das Erlernen dieser Sprachen erheblich. Im Übrigen sind auch ca. 40% des englischen Wortschatzes aus dem Lateinischen entlehnt.

1.3 Ferner ist das Lateinische auch die Grundlage zahlreicher wissenschaftlicher, technischer und politischer Fachbegriffe sowohl in den modernen Fremdsprachen als auch im Deutschen (z.B. Computer, Mutation, Division, Audiokassette, Partei). Dadurch erleichtert es auch generell das Verstehen vieler Fremdwörter (z.B. Prozess, Weste).

computare zusammenrechnen
mutare verändern
dividere teilen
audire hören /casseta→Häuschen
pars Teil
procedere voranschreiten
vestis Kleidung

1.4 Latein ist den Schülern auch für den Umgang mit ihrer eigenen Muttersprache nützlich: Dadurch dass z. B. für einzelne Fälle und deren Einzahl bzw. Mehrzahl verschiedene Endungen vorhanden sind, wird das Denken in verschiedenen grammatikalischen Strukturen (Kasus/Fall, Numerus/Ein-, Mehrzahl, Aktiv/Passiv) gefördert. Somit verhilft es zum besseren Erfassen der deutschen Grammatik und bereichert damit auch das Ausdrucksvermögen bzw. die sprachliche Gewandtheit.

Latein zwingt die Schüler zu sehr genauem Prüfen und Erfassen des jeweiligen Textes. Dies beginnt beim sorgfältigen Lesen, setzt sich mit der Erschließung des Satzzusammenhanges fort und fördert insgesamt Logik und Kombinationsvermögen. Was diese betrifft, bietet Latein also nicht nur bei sprachlich, sondern auch bei mathematisch-naturwissenschaftlich begabten Kindern eine gute Voraussetzung für deren weitere Schullaufbahn.

Filius patri donum praebet.
Nominativ: wer? Dativ: wem? Akkusativ: wem? 3. Person
Der Sohn dem Vater ein Geschenk er gibt

Der Sohn gibt dem Vater ein Geschenk.

Da Latein auf große Genauigkeit Wert legt, ist kontinuierliches Mitlernen von Anfang an absolut erforderlich. Anders als bei modernen Fremdsprachen spielt der schriftliche Umgang mit Texten die Hauptrolle. Damit ist man unter Umständen eher festgelegt als bei einer gesprochenen Sprache, bei der man mündlich auf andere Ausdrucksvarianten ausweichen kann. Auf der anderen Seite erfordert das Lateinische keine besonderen Aussprache- und Rechtschreibregeln.

4.1 Durch eine Entscheidung für Latein verschiebt sich die endgültige Wahl des Gymnasialzweiges auf die 8. Jahrgangsstufe. Französisch wird dann auch als dritte Fremdsprache angeboten (Latein nicht).

4.2 Unabhängig von der Sprachenfolge können am KKG alle Schüler ab der zehnten Jahrgangsstufe ihre zweite Fremdsprache ablegen und eine spät beginnende Sprache (bei uns Spanisch) lernen. Niemand muss also die Schule mit Kenntnissen in nur einer modernen Fremdsprache verlassen!

Um Ihren Kindern (und vielleicht auch Ihnen) die Wahl zu erleichtern, bieten wir im Januar jeweils eine Schnupperstunde in der neuen Fremdsprache an. Meist haben Ihre Kinder selbst durch ihre Interessenslage das sichere „Bauchgefühl“ für die richtige Wahl. Allerdings sollten sie ihre Entscheidung nicht vom Zusammenbleiben mit Freunden abhängig machen, da in den folgenden Jahrgangsstufen ohnehin noch manche Veränderungen in der Klassenzusammensetzung auf sie zukommen werden.

Beide Sprachen sind schön und verdienen es, gelernt zu werden…

Wir wünschen Ihren Kindern eine gute Wahl und eine erfolgreiche Zukunft am König-Karlmann-Gymnasium!                                                      

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Erwerb verschiedener Lateinqualifikationen

I. Lateinkenntnisse:

Der Erwerb von „Lateinkenntnissen“ wird am Ende der 8. Jahrgangsstufe mit der Note 4 zugesichert. (Allerdings hat er nur sehr geringe Bedeutung, d.h. er mag hilfreich sein, wenn man sich z.B. für die Ausbildung als Hebamme oder Krankenpfleger/-schwester bewirbt)

II. Kleines Latinum:

Dies bedeutet „gesicherte Lateinkenntnisse“, d.h. die Fähigkeit, inhaltlich und sprachlich einfachere Prosatexte zu übersetzen.
Dieser Abschluss wird am Ende der 9. Jahrgangsstufe mit der Note 4 erreicht.
In Bayern genügt dieser Abschluss in der Regel, um Fremdsprachen, Geschichte, Ius, Archäologie, Theologie zu studieren. Nähere Informationen sind nur von den jeweiligen Universitäten zu beziehen, vor allem wenn es sich um welche in anderen Bundesländern handelt.

III. Latinum:

Dies bedeutet die Fähigkeit, inhaltlich und sprachlich anspruchsvollere Texte zu übersetzen (z.B. Cicero: Rede, Philosophie, Geschichtsschreibung)

  1. Möglichkeit: 10. Jahrgangstufe: Abschluss mit Note 4
  2. Möglichkeit: Feststellungsprüfung am Ende des Schuljahres (nach Notenschluss)

nur für Schüler,

  • die in der 10. Jahrgangsstufe Latein durch eine spät beginnende Fremdsprache (an unserer Schule Spanisch) ersetzen oder
  • für einen Schulbesuch im Ausland beurlaubt sind oder
  • nach der 9. Jahrgangsstufe die Schule verlassen wegen eines Wechsels der Schulart oder des Einstiegs ins Berufsleben:

Weitere Voraussetzung für eine Teilnahme an der Prüfung: mindestens die Note 4 im Jahreszeugnis der 9. Jahrgangsstufe

Beschaffenheit der Feststellungsprüfung am Ende der 9. Jahrgangsstufe:

Schriftlicher Teil: Anfertigung einer (Cicero-)Übersetzung von 110 LW (lateinischen Wörtern) in 90 min. mit einem von der Schule gestellten Lexikon

Mündlicher Teil: gerundete Fortgangsnote der 9. Jahrgangsstufe (oder eine 20-minütige mündliche Prüfung über den Jahresstoff der 9. Klasse)

Verrechnung:

schriftlich: mündlich = 2:1, wobei kein Mal die Note 6 und insgesamt die Note 4 erzielt werden muss!

(Die Wiederholung der Prüfung ist nach einem Jahr möglich, jedoch nicht empfehlenswert, da die bisherigen Kenntnisse meist nicht besser geworden sind.)

Da die Gesamtjahresfortgangsnote darüber entscheidet, ob jemand an der zusätzlichen Latinumsprüfung teilnehmen kann, findet diese logischerweise erst um den Zeitpunkt des Notenschlusses statt. Die Schüler bekommen rechtzeitig vorher ein verbindliches Anmeldeformular, das von den Erziehungsberechtigten ausgefüllt bis zu dem genannten Zeitpunkt zurückgegeben werden muss. Bei Krankheit am Prüfungstermin ist ein ärztliches Attest erforderlich.

Zu beachten:

Die geforderten Lateinkenntnisse sind u. a. auch abhängig vom jeweils geplanten Universitätsabschluss, z.B. Bachelor, Master, Magister, Promotion, d.h., dass unter Umständen ein Kleines Latinum für den Erwerb des Masters ausreicht, nicht aber für eine Promotion.

Auch kann u.U. bei dem Bewerbungsgespräch an einer Universität der Grad der Lateinkenntnisse ausschlaggebend sein.

Es ist also auf alle Fälle empfehlenswert, den Abschluss des Latinums anzustreben!

Und bei der Feststellungsprüfung am Ende der 9.Jahrgangsstufe ist nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen!!!

Wo(für) sind welche Lateinkenntnisse erforderlich? siehe:

Für Schüler des künftigen G9:

  • Entweder Abschluss der Jahrgangsstufe 11 mit mindestens Note 4 im Jahreszeugnis oder
  • Feststellungsprüfung am Ende von Jahrgangsstufe 10 (nur bei Auslandsaufenthalt in Jahrgangsstufe 11 bzw. Wahl einer spät beginnenden Fremdsprache)