König-Karlmann-Gymnasium als „Bayerische Forscherschule“ nominiert

2021-03-07T10:59:11+01:006. März 2021|

Die Altöttinger Jugend forscht

Viele Plätze auf dem Treppchen und König-Karlmann-Gymnasium als „Bayerische Forscherschule“ nominiert

Altötting. Zum Versuchslabor wurden in diesem Jahr im Rahmen des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ nicht wie sonst die Klassen-, sondern die Kinderzimmer umfunktioniert. Auch der Schülerwettbewerb war dieses Jahr wie der gesamte Unterricht ein Online-Projekt von zuhause aus.
Gastgeber des Regionalwettbewerbs war zum wiederholten Male die Technische Hochschule Rosenheim. Die jungen Forscher präsentierten ihre Projekte in Form von Videokonferenzen der interessierten Öffentlichkeit. Um eine der begehrten Platzierungen in den sieben Fachgebieten zu ergattern, galt es eine Jury aus Fachleuten zu überzeugen.
Zahlreiche Schüler der Altöttinger Schulen haben daran teilgenommen und Auszeichnungen ergattert; so zum Beispiel fünf Schülerinnen und Schüler aus der 5. Klasse des Maria-Ward-Gymnasiums. „Die Teilnehmer der Maria-Ward-Schule haben sämtliche Hürden durch die Kontaktbeschränkung außerordentlich gut gemeistert und am Ende des Wettbewerbstages mit genauso viel Begeisterung wie bei den bisherigen Wettbewerben im ‚Live-Format‘ gefeiert“, versichert Elisabeth Trösch, die als Lehrkraft den Wettbewerb und die Schüler begleitete. Nicht zuletzt durch die gute Organisation in Rosenheim sei der Inspirations-Funke von „Jugend forscht“ auch digital auf die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer übergesprungen, sagt sie.
Auch für das König-Karlmann-Gymnasium war dieses Jahr ein besonderer Erfolg. Die Nominierung zur Bayerischen Forscherschule 2021, einen dritten Platz, drei zweite Plätze und mehrere Sonderpreise konnte die Schule einholen. Über einen Betreuerpreis durfte sich auch „Jugend forscht“-Leiter Stephan Stocker freuen. Für den Schulleiter Rudolf Schramm bedeutet gerade in diesem Jahr die Nominierung zur „Bayerischen Forscherschule 2021“ besonders viel, da dabei keine Einzelleistung, sondern der geschlossene Auftritt vieler hoch motivierter Jungforscherinnen und Jungforscher ausgezeichnet wird: „Dass Corona dem Forschergeist am König-Karlmann-Gymnasium Altötting nichts anhaben konnte, zeigt eindrucksvoll, dass die Förderung der Schülerinnen und Schüler im naturwissenschaftlichen Bereich am KKG einen sehr hohen Stellenwert hat“, so Schramm. Auch über den Preis von Stephan Stocker zeigt er sich erfreut: „Schön, dass auch dessen Arbeit von der Jury mit dem Betreuerpreis belohnt wurde. Er hat’s absolut verdient!“
Und auch die FOS-BOS Altötting war heuer mit dabei. Ein Schüler bekam gleich mehrere Auszeichnungen. Im Folgenden werden die Projekte und Preisträger der einzelnen Schulen kurz vorgestellt:
Alexander Huber (r.) und Bastian Kurz (l.) aus der Klasse 6c ermittelten wissenschaftlich den besten Radiergummi. Dass sich Heißkleber oder Kaugummi nicht zum Entwickeln eines eigenen Radierers eignen, stellten sie dabei ebenfalls fest. Sie gewannen als Sonderpreis in der Kategorie Arbeitswelt ein Jahresabonnement der Zeitschrift GEOlino.
Zum Tischputzen einen Roboter programmieren? „Nichts leichter als das“ dachten sich Clementine Gottschalk (l.) und Franziska Perschl (r.) aus der Klasse 7d. Sie lernten die benötigte Programmsprache und entwickelten „Tibo, den Tischgehilfen“, der nicht nur saubermacht, sondern auch kleine Dinge wie Salzstreuer quer über den Tisch bringen kann. Die Jury belohnte das mit einem 2. Preis im Fachgebiet Technik.
Aus der Klasse 6b räumte Luisa Elosge ab. Sie baute aus Alufolie und Papier ein eigenes Thermometer, das sie im Backofen oder über Kerzen testete. Daran, wie stark sich die Folie biegt, konnte sie die Temperatur ablesen. Die Schülerin gewann im Fachgebiet Physik den 3. Platz sowie einen Sonderpreis für das beste interdisziplinäre Projekt.
Einen zweiten Preis in der Kategorie Arbeitswelt holte Felix Thanner, ebenfalls Klasse 6b, der untersuchte, wie sich Zeitungs- und Druckerpapiere in Flüssigkeiten zersetzen. Er führte seine Versuche unter anderem mit Essig und Zitronensäure durch und stellte fest, dass der aufgeweichte Holzstoff ganz schön hartnäckig sein kann. Am Ende stellte er mit diesen Erkenntnissen auch noch sein eigenes Papier her.
Ein weiterer 2. Platz ging an Franco Schneider (r.) und Johannes Wimmer (l.) aus der Klasse 9c in der Kategorie Mathematik/Informatik für die Entwicklung einer eigenen Internetplattform mit Smartphone-App. „ASUME – Shape yourself“ bietet Videos von Sportübungen aus verschiedensten Disziplinen zum Nachmachen an.
Weitere Beiträge for das König-Karlmann-Gymnasium lieferten: Hannah Irl aus der Klasse 7b mit ihrem Projekt „Dunstabzugsselbsteinschaltsystem“, Valentin Schmelz und Christian Huber aus der 9c mit der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Medienkonsum und sportlicher Leistung sowie Moritz Rambold aus der Q11 mit der Entwicklung eines Laser-Oszilloskops.

ANA vom 06.03.21 − sik/Fotos: red

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